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Work & Travel – warum und für wen?

Eine andere Kultur in allen Facetten kennenlernen, Fremdsprachenkenntnisse vertiefen, Arbeitserfahrung sammeln und reisen – all das lässt sich durch dieses Programm ermöglichen.

Nicht für jede/n ist ein Au-Pair-Aufenthalt das richtige Programm, um andere Länder kennenzulernen und sich einen längeren Auslandsaufenthalt selbst zu finanzieren. Der/die eine oder andere hat vielleicht keine Kinderbetreuungserfahrung, möchte lieber nicht in einer Gastfamilie wohnen oder an einen Ort gebunden sein. Andere wiederum bevorzugen einen Job, bei dem sie wirklich „zupacken" können. Ganz sicher steht die Möglichkeit des Herumreisens häufig im Vordergrund und oftmals möchten gerade junge Auslandsreisende zunächst herausfinden, welche Art von Arbeit sie sich für ihre weitere Zukunft vorstellen. Es gibt viele verschiedene Gründe dafür, dieses Programm zu wählen und auch unterschiedliche Möglichkeiten, es zu organisieren.

Was hat Work & Travel zu bieten?

Wie der Name des Programms schon sagt zunächst einmal natürlich Arbeitserfahrung und die Möglichkeit, durch intensives Herumreisen ein Land wirklich kennenzulernen. Das alles natürlich sehr viel intensiver, als durch eine Reise, weil Sie ja auch den landestypischen Arbeitsalltag erleben werden. Dies schult Ihr interkulturelles Verständnis und Ihre Weltoffenheit. Sie werden vielleicht zum ersten Mal erleben wie es ist, sich etwas selbst zu erarbeiten und Ihre Reisen so weitgehend selbst finanzieren können. Sie sollten sich generell vor Antritt Ihres Auslandsaufenthaltes ein finanzielles Polster zulegen, da man bei der Einreise in manche Länder (wie beispielsweise) Australien ein entsprechendes Guthaben vorweisen muss. Ganz sicher werden Sie auch einige soziale Kompetenzen erwerben, wie beispielsweise Durchhaltevermögen, Anpassungsfähigkeit, Toleranz und Organisationsfähigkeit. Sie werden lernen sehr viel selbstständiger, kommunikativer zu sein und sich in komplett in neue Situationen hineinzudenken, denn das lernt man am besten im Ausland, wenn man auf sich allein gestellt mit einer fremden Umwelt konfrontiert wird.

Flexibilität – neben den formalen Voraussetzungen unbedingt notwendig

Auch die Gestaltungsmöglichkeiten für dieses Programm sind sehr vielfältig. Für manche Jobs ist es beispielsweise notwendig, bereits Arbeitserfahrung nachweisen zu können, andere Arbeitsgeber sind bereit, Teilnehmer des Work & Travel Programms zu schulen. Eine weitere Alternative ist es, vor Antritt des ersten Jobs an einer entsprechenden Schulung teilzunehmen. Kaum ein/e Programmteilnehmer/in hat vor Antritt beispielweise eines Work & Travel Programms in Australien überhaupt wirklich anstrengende, körperliche Arbeit verrichtet. Nicht jede/r hatte zuvor Gelegenheit herauszufinden, wie man einen Bulldozer bedient, oder Schafe zusammentreibt. Nicht nur, dass die Meisten noch nie Farmen in Ausmaßen, wie sie dort im Outback üblich sind, gesehen haben – ganz sicher kann man sich im Voraus nicht vorstellen wie es sein würde, kilometerlange Zäune zu setzen bzw. instand zu setzen. Bedenken sollte man in jedem Fall, dass es sich hier stets um Aushilfs- oder Gelegenheitsjobs handelt und dass gerade ein Land wie Australien besonders beliebt ist. Das heißt, dass es für diese Jobs, abgesehen natürlich von einheimischen, auch viele Bewerber/innen aus aller Welt gibt. Es ist daher sinnvoll, sich von vornherein darauf einzustellen auch Jobs anzunehmen, an denen man zu Hause eher kein Interesse hätte. Denken Sie daran: Hier ist die Arbeit einerseits Mittel zum Zweck, nämlich dem Reisen und andererseits werden Sie solche oder auch ähnliche Erfahrungen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in Ihrem späteren Leben nicht mehr machen.

Work & Travel mit oder ohne Agentur?

Wann ist der richtige Zeitpunkt für einen Work & Travel-Aufenthalt?

Diese Frage lässt sich pauschal nicht so einfach beantworten – generell ist es natürlich so, dass die entsprechenden Visa nur bis zum Alter von 30 (bzw. in Kanada bis 35) Jahren ausgestellt werden. Sie sollten für dieses Programm langfristig planen – so empfiehlt es sich nicht nach Abschluss des Studiums zunächst zu einem Work & Travel-Jahr aufzubrechen, da die meisten Arbeitgeber hierzulande die Einstellung von Hochschulabsolventen mit „frischem" Wissen bevorzugen. Sinnvoller ist es daher oftmals, einen solchen Auslandsaufenthalt zwischen dem Bachelor und dem Master, oder aber vor Studienbeginn, einzuplanen. Als Startdatum sollten Sie nicht unbedingt die Sommerferien im Zielland wählen, da sich zu diesem Zeitpunkt eben auch vermehrt einheimische Schüler/Studenten um die Jobs bewerben.

Was bietet die Organisation eines Work & Travel-Programmes über einen Veranstalter?

Generell sollten Sie sich vor Antritt Ihres Auslandsaufenthaltes ein finanzielles Polster zulegen, da man bei der Einreise in manche Länder (wie beispielsweise Australien) ein entsprechendes Guthaben vorweisen muss. Es ist durchaus möglich, einen Work & Travel-Aufenthalt selbst zu organisieren und so u.U. einige Hundert Euro zu sparen. Sie sollten dabei allerdings bedenken, dass dies ein recht zeit- und nervenaufwendiges Unterfangen sein kann. Das fängt im Vorfeld schon bei der Beantragung des richtigen Visums an und hört bei der Recherche zum passenden Versicherungsschutz auf. Auch im Zielland gilt es dann, noch einige bürokratische Hürden zu nehmen, wie die Registrierung für eine Steuernummer oder auch die Eröffnung eines Bankkontos. Sofern Sie über eine Organisation gehen, werden Sie für alle diese Dinge Hilfe bzw. eine kompetente Beratung erhalten. Auch ist es sehr viel einfacher im Ausland durchzustarten, wenn Sie bereits im Voraus wissen, wo Sie die ersten Nächte verbringen werden und sich außerdem in einem Orientierungs-Workshop auf Ihr neues Umfeld und die Anforderungen im Gastland vorbereiten, wo Sie bereits erste Kontakte mit anderen Programmteilnehmern knüpfen können. Ganz wichtig ist aber vor Allem eins: je nach Programm werden Sie entweder bereits vor Ihrer Abreise ins Ausland wissen, wo und was Ihr erster Job sein wird, oder haben Sie haben durch die Partnerorganisation vor Ort die Gewähr, während Ihres gesamten Aufenthaltes immer dann einen Job zu bekommen, wenn Sie ihn brauchen.

Ich denke, da die Welt immer näher zusammenrückt und Sie auch später im Berufsleben zunehmend mit internationalen Verflechtungen zu tun haben werden, ist es stets von Vorteil, einmal im Ausland gelebt, eine andere Perspektive kennengelernt und internationale Kompetenzen erworben zu haben.

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