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Als Freiwillige in Südafrika – Christianes Erfahrungsbericht

Viele Menschen möchten ihren Urlaub gerne mit etwas Sinnvollem verbringen, etwas zurückgeben oder sich einbringen.

Ein Aufenthalt im Ausland als Freiwllige(r) ist eine sehr gute Möglichkeit, alles das in Einklang zu bringen. Christiane (51) war Ende vergangenen Jahres im Wild-Life-Projekt unserer Partnerorganisation in Südafrika und hat uns anschließend einen sehr netten Bericht geschrieben (mit einem Augenzwinkern, wie sie selbst sagte). Wir dürfen diese Eindrücke hier veröffentlichen, da wir denken, dass sie sicherlich lesenswert und informativ für Jede(n) sind, der/die eine solche Art „Urlaub“ plant:

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Meine Zeit als Volontär in Kwantu war ein wirklich schönes und erfahrungsreiches Erlebnis. Die Organisation hat sehr gut funktioniert, alles hat wunderbar geklappt.

Und manchmal ist es besser, vorher nicht alles so „ganz genau“ zu wissen…

vielleicht hätte ich mich dann sogar gegen Kwantu entschieden und mich somit selber um eine schöne Erfahrung gebracht.

Bei meiner Ankunft in der Al-Beit-Lodge erwartete mich anstelle eines schönen Hotelzimmers eine recht einfache Unterkunft, „belegt“ mit außerordentlich schnell-englisch-sprechenden jungen Leuten … Oh je, wo bin ich denn hier gelandet? Gemeinsames Abendessen in einem grellbunten, lauten Stadtteil PE´s, statt gepflegter Konversation ein paar Gesprächsfetzen (Australier, Iren, Südamerikaner, Chinesen…ich dachte, ich kann einigermaßen englisch, aber die Schulzeit ist lange her und überhaupt: Schulenglisch…wer spricht das schon…)

Am nächsten Morgen statt Frühstück der Besuch eines Tattoo-Studios! Ein abreisender Volontär wollte eine bleibende Erinnerung an Kwantu. Junge Leute…Mir schwante, dieser Urlaub wird mir zu ganz neuen Erfahrungen verhelfen. Und so kam es ja dann auch. Anstatt Zwei-Bett-Zimmer ein großer Schlafsaal mit Landschulheimatmosphäre!

Christiane hat Spaß mit den Kühen

Bereits der erste „Arbeitstag“ brachte eine Einführung in die Anatomie einer Kuh. Löwenfüttern, das bedeutet nicht eine Dose zu öffnen, wie für meine Sofatiger zuhause, sondern eine Kuh in mundgerechte Häppchen zu zerlegen. Ich gestehe, an diesem Tag war ich lediglich Zuschauer mit sehr empfindlichem Magen. Gegen Ende des Aufenthalts wusste ich jedoch, wie man mit einer Machete umgeht.

Weitere Aufgaben: Schlaglöcher in der Straße stopfen, Neophyten ausreißen, Bäume mit der Machete fällen, Unkraut jäten, Tiere zählen, Tierarzt assistieren (z.B. ein totes Zebrafohlen obduzieren…Herztod), Zaunkontrolle…die Arbeit schweißte uns zusammen.

Besonders liebten wir die täglichen game-drives; unsere Ranger, allesamt außerordentlich engagierte Männer fütterten uns mit Wissen.

Als die drei Wochen zu Ende gingen, machte sich Trauer breit. Wie sehr hatten wir uns aneinander gewöhnt. Die Al-Beit-Lodge fand ich nun total gemütlich, PE einfach nur sehr lebendig und quirlig.

Der Abschied fiel schwer.

Aber ich bin um vieles reicher geworden.

Ich möchte mich ganz, ganz herzlich bei Ihnen bedanken!

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Und wir bedanken uns an dieser Stelle nochmals für die anschaulichen Zeilen, Christiane!

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